Ein Angebot der Humanistischen Vereinigung

Aufbruch ins Erwachsenenleben: Die Humanistische Jugendfeier Bayern 2026

44 Jugendliche haben am vergangenen Samstag im Gemeinschaftshaus Langwasser in Nürnberg den Beginn ihres Erwachsenenlebens gefeiert – mit Reden, Musik und ganz persönlichen Vorträgen.

Es war ein bedeutender und aufregender Schritt in ihrem Leben: der Übergang aus der Kindheit in einen neuen, eigenverantwortlichen Lebensabschnitt. Gemeinsam mit ihren Familien und Freund*innen haben 44 Teilnehmende am Wochenende bei der Humanistischen Jugendfeier Bayern diesen Tag gebührend gefeiert.

Monatelang hatten sich die Jugendlichen im Vorbereitungsprogramm getroffen, viel gemeinsam erlebt und sich mit Fragen auseinandergesetzt, die in dieser Lebensphase besonders drängend sind – nach der eigenen Haltung, nach Werten, nach dem, was Erwachsenwerden für sie persönlich bedeutet.

Auf der Bühne zeigte sich, wie unterschiedlich die Antworten darauf ausfallen können: Die persönlichen Themen, die die Jugendlichen dem vollen Saal präsentierten, reichten von eigenen Zukunftsperspektiven über Träume und Selbstvertrauen bis hin zu Demokratie, Mode und dem Leben von Extremsportler*innen. Kurze Vorträge, die die ganze Bandbreite dessen zeigten, was die Jugendlichen gerade bewegt – mal nachdenklich, mal humorvoll, und immer mit viel Mut, vor so vielen Menschen frei zu erzählen.
Durch das Programm führten in diesem Jahr auf charmante Art und Weise Anne Jahnel und Luise Herrmann. Den musikalischen Rahmen gestaltete Melina Beke am Klavier, im vergangenen Jahr selbst Teilnehmende der Jugendfeier.

In ihrer Festansprache würdigte die Vizepräsidentin der Humanistischen Vereinigung, Regine Steib, den Mut und die Eigenständigkeit, mit der die Jugendlichen sich auf diesen Tag vorbereitet hatten, und bekräftigte, dass die humanistische Gemeinschaft ihnen auch über die Feier hinaus verbunden bleibt. Ein Grußwort überbrachte auch Marc Steinberg vom Kreisjugendring, der den jungen Erwachsenen im Namen der örtlichen Jugendarbeit gratulierte.
Der eigentliche Höhepunkt des Nachmittags war dann die Übergabe der Urkunden. Einzeln wurden die Jugendlichen aufgerufen, traten unter dem Applaus des ganzen Saals auf die Bühne und nahmen dort ihre Urkunde entgegen.

Im Hintergrund erschien dabei auf der Leinwand jeweils ein Spruch, den sich die Jugendlichen selbst dafür ausgesucht hatten – kurze Sätze oder Sprichwörter, die zeigten, was sie sich für den eigenen Weg mitgeben wollten. So wurde aus der Übergabe ein Moment, der noch einmal bündelte, worum es an diesem Tag ging.

Nach dem großen Finale mit vielen Fotos wurden die Jugendlichen von ihren Familien in Empfang genommen, mit Umarmungen, Blumen und sichtlichem Stolz auf beiden Seiten. Für Jugendreferentin Pia Wollny war es die erste Jugendfeier in ihrer neuen Verantwortung: Sie hatte die Leitung der Jugendarbeit im August 2025 von Anita Häfner übernommen. Die Feier klappte wunderbar – nicht zuletzt dank des großen Jugendfeier-Teams mit vielen Jungen Humanist*innen (JuHus), die im Hintergrund wieder mit großem Einsatz dafür gesorgt haben, dass alles zusammenpasste.