Ein Angebot der Humanistischen Vereinigung

Feierlicher Aufbruch in einen neuen Lebensabschnitt

Ein Tag voller Aufregung, Stolz und Emotionen: 37 Jugendliche aus Bayern verabschiedeten sich am vergangenen Wochenende im festlich geschmückten Saal des Gemeinschaftshauses Langwasser in Nürnberg symbolisch von ihrer Kindheit – und wurden im Rahmen der Humanistischen Jugendfeier Bayern 2025 in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Schon vor Beginn der Feier war die Spannung spürbar. Vor dem Eingang sammelten sich die Jugendlichen, begleitet von ihren Familien und Freund*innen. In schicker Kleidung, mit gespannter Erwartung und einer ordentlichen Portion Lampenfieber warteten sie auf ihren großen Moment. Noch am Vortag hatte es bei den Generalproben kleinere Pannen gegeben – doch heute sollte alles perfekt laufen.

Dann wird es dunkel im Saal, Musik ertönt, und unter lautem Applaus ziehen die Jugendlichen ein. Der Saal ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Moderatorinnen Laura Keilholz, Hannah Oelschläger und Ellen Baclet von den Jungen Humanist*innen begrüßen die Gäste mit Charme, Witz und Herz – und führen schwungvoll durch das Programm.

Ein besonders emotionaler Moment ist die Rede von Jugendreferentin Anita Häfner. Nach 17 Jahren ist es ihre letzte Jugendfeier in leitender Funktion – entsprechend bewegend fällt ihre Ansprache aus: „Ich bin sehr dankbar, dass ich Ihre Kinder begleiten durfte. Alle haben in den letzten sieben Monaten eine tolle Entwicklung gemacht. Sie sind stärker, selbstbewusster und reifer geworden. Im Mittelpunkt dieser Feier steht der Mensch – heute ganz besonders die jungen Menschen, die diesen bedeutenden Schritt ins Erwachsenenleben gehen.

Auch Armin Uebel vom Präsidium der Humanistischen Vereinigung findet persönliche und richtungsweisende Worte. Er erinnert an seine eigene Jugendfeier vor 16 Jahren und ermutigt die Jugendlichen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen: „Eure Ideen, eure Träume und eure Energie werden die Zukunft formen. In einer Welt voller Herausforderungen sind es gerade eure Stimmen, die für frischen Wind sorgen. Bringt euch ein – in Jugendräten, politischen Organisationen, wo immer ihr etwas bewegen wollt. Unsere Demokratie lebt davon.

Für musikalische Gänsehautmomente sorgt eine der Jugendlichen selbst – mit einem gefühlvollen Klavierstück, das den feierlichen Rahmen unterstreicht.

Seit Anfang des Jahres hatten sich die Jugendlichen intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Der Startschuss fiel Ende 2024 beim Infoabend in Gostenhof. Es folgten zahlreiche Begegnungen: ein Kennenlernwochenende mit Übernachtung in Mögeldorf, Workshops zu Humanismus, Vorurteilen, Selbstverteidigung, Theater, Medienarbeit, gemeinsames Kochen und sogar eine eigene Radiosendung. Auch eine viertägige Abschlussfahrt nach Berlin hinterließ bleibende Eindrücke und stärkte das Gemeinschaftsgefühl.

Viele dieser Erfahrungen flossen nun auch in die Beiträge der Jugendlichen auf der Bühne ein. In kleinen Gruppen sprachen sie über Themen, die sie bewegen: Hobbys, Freundschaften, Klimawandel, Künstliche Intelligenz, gesellschaftliches Engagement, Vorbilder – und den ganz persönlichen Blick auf das Erwachsenwerden. Ihre Gedanken zeigten eindrucksvoll: Diese Generation hat viel zu sagen.

Mira Illy, Vorsitzende der Jungen Humanist*innen Bayern, leitete schließlich den feierlichen Festakt ein. In ihrer Rede richtete sie sich direkt an die Jugendlichen: „Ihr seid Teil der Generation Alpha – digital vernetzt, klug, sozial engagiert. Eure Perspektiven sind wertvoll, und ihr habt die Chance, die Welt mitzugestalten. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass das Internet und unsere Gesellschaft Orte des Miteinanders bleiben. Ihr habt es in der Hand. Macht was draus!“

Dann der große Moment: Einer nach dem anderen schritt unter Applaus über die Bühne, erhielt die persönliche Urkunde – begleitet von einem selbst gewählten Zitat, das im Hintergrund auf der Leinwand erschien. Die Anspannung wich Stolz, Freude – und dem Blitzlichtgewitter der Kameras. Noch auf der Bühne wurde gelacht, umarmt und posiert.

Im Anschluss fiel man sich in die Arme, es flossen Freudentränen, es wurde gelacht, gefeiert, fotografiert. Ein Tag voller Emotionen – und ein unvergesslicher Schritt ins Erwachsenenleben.

Ein herzlicher Dank gilt dem engagierten Team der Jungen Humanist*innen und allen Helfer*innen, die mit Herzblut und Organisationstalent diese besondere Feier möglich gemacht haben.